Endlich

Endlich war es soweit. Das Jahr 2011 hatte mir bis dato wenige anglerische Höhepunkte gegönnt, so dass ich es am Samstag Vormittag sehr eilig hatte, das Auto zu beladen. Nachdem ich mich von meiner Freundin verabschiedet hatte, ging es (vorerst) auf direktem Weg über die A81 Richtung Vereinsgewässer. Doch das Radio verkündete nichts gutes. Die Autobahn war über das Wochenende aufgrund von Bauarbeiten teilweise gesperrt, so dass ich einen längeren Umweg durchs Niemandsland in Kauf nehmen musste. So kam ich dann am späten Mittag nach über 2,5 Stunden Fahrt endlich am Wasser an.

Dominik war schon seit Freitag dort und konnte schon den ein oder anderen Fisch überlisten. Nach dem obligatorischen Aufbau entschied ich mich für zwei recht unterschiedliche Spots. Zum einen eine Kante in gut 5,5 m Tiefe, zum anderen direkt unter einem Baum am Ufer. Ich fütterte recht sparsam, da in dem Gewässer in der Regel genügend gefüttert wird und ich hoffte, dass die Fische die vielversprechenden Plätze von alleine aufsuchen würden… Leider verlief die erste Nacht recht ruhig, so dass ich am nächsten Morgen gut ausgeschlafen Dominik beim einpacken helfen konnte. Dieser musste leider in Richtung Heimat aufbrechen, so dass ich die nächsten zwei Nächte alleine am Wasser verbringen sollte.

Ich gab den Spot unter dem Baum nun auf und legte die zweite Rute auf einer Sandbank in ca. 2,2 m Tiefe ab. Noch während Dominik einpackte, lief ohne Vorankündigung ruhig und stetig die tiefe Rute ab. Leider schlitzte der, vermutlich gute Fisch nach kurzem Drill aus. Kein toller Einstand, aber immerhin lief der Spot.

Gegen Mittag meldete sich dann die andere Rute und ich konnte nach langem Drill den ersten, wunderschön gefärbten Spiegler begrüßen. Ich erkannte den Fisch sofort. Schon im vergangenen Jahr durfte ich diesen wunderschönen Fisch fangen. Dieser Fang machte mich für die kommende Zeit am Wasser sehr optimistisch. In der Tat lief kurz darauf die gleiche Rute wieder ab und der nächste Spiegler landete im Kescher.

In der kommenden Nacht brachte mir jede Rute einen weiteren Fisch, darunter ein wunderschöner Halbzeiler. Am nächsten Tag tat sich an beiden Spots für längere Zeit nichts, so dass ich beschloss, die Plätze durch das Einbringen von Groundbait wieder zu aktivieren. Das funktionierte auch sehr gut, so dass ich am Abend die Fische Nr. 5 und 6 verbuchen konnte. Ich fütterte wenig, aber stetig, so dass die Fische zwangsweise nach kurzer Zeit auf meinen angebotenen Schneemann stoßen mussten.

Mittlerweile waren noch drei weitere Karpfenangler am Wasser eingetroffen, so dass sich der letzte Abend am Wasser sehr kurzweilig gestaltete. Die Nacht blieb wiederum ruhig, so dass ich ausgeschlafen in den letzten halben Tag am Wasser starten konnte.

Nachdem ich schon begonnen hatte, in aller Ruhe mein Brolly abzubauen, liefen währenddessen beide Rute nochmals ab, so dass dies einen schönen Abschluss der Session darstellte. Zufrieden und erholt, machte ich mich dann am Mittag wieder auf die Rückfahrt, diesmal auf direktem Weg…

Dominic